Sonderausstellung Eduard Stranadko "Shining" - Photographien aus Tschernobyl

06.10.2016: Heuer jährt sich das Reaktorunglück von Tschernobyl zum dreißigsten Mal. Der ukrainische Photograph Eduard Stranadko hat 1986 in der 100-km-Zone von Tschernobyl gelebt und photographierte, nachdem die Nuklearkatastrophe passiert ist.

Es sind eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Arbeiten in Sepiatönung, die den Fokus jedoch nicht direkt auf die Katastrophe richten, sondern auf die Menschen und das Leben im und nach dem Unglück. Sie sind ein unmittelbares künstlerisches Dokument aus einer Gegend, die für Jahrzehnte zur Sperrzone deklariert wurde. Die hier gezeigten Photographien des ukrainischen Künstlers stammen aus den privaten Sammlungsbeständen von FLATZ. Eduard Stranadko wurde 1958 in Jankoi/Ukraine geboren. Er wuchs in Poltava/Ukraine auf. Seit 2012 lebt und arbeitet er in Kiew, wo er der „National Society of Photo Artists of Ukraine“ vorsteht. Über 50 Einzelausstellungen, vorwiegend in der Ukraine, und weit über 100 Gruppenausstellungen – u.a. auch in Galerien und Museen in den USA, Russland, den Niederlanden oder Rumänien – weisen auf die internationale Bedeutung des Photokünstlers hin. Arbeiten von ihm finden sich u.a. in der finnischen Nationalgalerie sowie in der Forbes Collection in Boston/USA. Er wurde mehrfach ausgezeichnet und mit Stipendien bedacht, so erhielt er 1995 den „Special Kodak Price“ für die beste ukrainische Photoarbeit.

Vernissage: FR 14.10.2016, 19 Uhr. Der Künstler ist anwesend.
Ausstellungsdauer: 15.10.2016 – 21.01.2017