„Fritag am füfe“ besuchte vai und FLATZ-Museum

07.12.2015: Am 4. Dezember lud die Veranstaltungsreihe „Fritag am füfe“ die Dornbirner Bevölkerung in das Vorarlberger Architekturinstitut (vai) und das FLATZ-Museum ein. Die Besucherinnen und Besucher erhielten von Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann Informationen zur Geschichte des Hauses in der Marktstraße 33 und interessante Einblicke in zwei Aushängeschilder der Dornbirner Kulturlandschaft.

Die ehemalige alte Naturschau in der Dornbirner Marktstraße 33 wurde in den Jahren 2008 bis 2009 generalsaniert und beherbergt neben einer Buchhandlung, einer Kanzlei und einem Lokal auch das vai. Die Leiterin des Vorarlberger Architektur Instituts, Verena Konrad, stellte den breiten Bogen der Aufgaben des Hauses vor. Als zentrale Schnittstelle für Schaffende der Baukultur legt das Institut auch großen Wert auf die abwechslungsreiche und umfassende Vermittlungsarbeit, die bereits bei Kindern ab fünf Jahren beginnt. Das vai geht auf eine Initiative der Mitglieder der Zentralvereinigung der Architekten Vorarlbergs zurück und wurde 1997 als Verein gegründet. Das Institut hat sich zum Ziel gesetzt, Architekten, Planer, Bauherren, Wirtschaftstreibende, Handwerk, Wissenschaft und Politik zu vernetzen und vermittelt Architekturqualität an die breite Bevölkerung durch Ausstellungen, Publikationen, Veranstaltungen, durch Kultur- und Bildungsinitiativen und durch kooperatives Arbeiten. Die Besucher hatten im Anschluss die Möglichkeit die aktuelle und viel beachtete Ausstellung „Italomodern 1, Architektur in Oberitalien 1946–1976“ zu besuchen.

Im Anschluss besuchten die Teilnehmer das FLATZ-Museum. Der gelernte Goldschmied und Metalldesigner war persönlich anwesend und schilderte ausführlich seinen Werdegang und Lebensweg. Bei der persönlichen Führung des Künstlers durch das Museum erhielten die Besucher wertvolle Informationen zu den einzelnen Ausstellungsstücken. Der Künstler hat sich dem Crossover über alle Stil- und Genregrenzen hinweg verschrieben und beschäftigt sich intensiv mit der Renaissance im Sinne des gesamtheitlichen Denkens.
Flatz zählt zu den aufsehenerregendsten Performancekünstler der letzten Jahrzehnte. Das FLATZ-Museum geht auf eine Werkschenkung des 1952 Künstlers Wolfgang Flatz an die Stadt Dornbirn zurück. Dem gebürtigen Dornbirner gewidmet, wurde das Flatz Museum im Juli 2009 eröffnet. Neben der Dauerausstellung finden regelmäßig Performances, Lesungen, themenbestimmte Vortragsreihen und Diskussionen statt. Jährlich werden auch zwei wechselnde Ausstellungen von internationalen Gastkuratoren gezeigt, darüber hinaus bietet Flatz mit seinem Museum Raum für Wanderausstellungen anderer Ausstellungshäuser. Im anregenden Ambiente des FLATZ-Museums und der FLATZ-Bar findet regelmäßig die Lyrik-Reihe statt.

Die nächste „Fritag am füfe“-Veranstaltung findet 5. Februar statt und lädt in die Stadtbücherei Dornbirn ein.